Rundfahrt um den Bodensee
Im Rahmen des Bodensee-Radmarathons umfahren wir große Teile des Sees an einem Tag.
Meine Radtour um den Bodensee
Zusammen mit zwei Freunden nehme ich in diesem Jahr (2023) am Bodensee-Radmarathon teil.
Wir übernachten in Stetten bei Meersburg und steigen auch dort in die Rundfahrt ein.
Unsere Radtour im Überblick
Am 9.9.23 findet in diesem Jahr der 50. Bodensee-Radmarathon statt.
Wir reisen bereits drei Tage früher an, um bei dem wunderschönen Spätsommerwetter kleinere Radtouren am See zu unternehmen. Wir fahren einmal auf dem Bodensee-Radweg nach Überlingen und am nächsten Tag nach Friedrichshafen.
Blick auf den Bodensee von Meersburg aus
Den Bodensee-Radmarathon kann man in verschiedenen "Klassen" abslvieren. Wir haben uns für die 150 km lange „Silber-Edition“ des Bodensee-Radmarathons entschieden, d.h. wir fahren mit der Fähre von Konstanz nach Meersburg zurück und nicht noch die 70 zusätzlichen Kilometer um den Untersee herum.
Darum geht's - in drei Ländern an einem Tag!
Wenn man die verschiedenen Kontrollstellen zur Unterteilung der Strecke verwendet, so ergeben sich insgesamt vier Teilstrecken, die wir an einem Tag bewältigen:
1. Von Stetten nach Kressbronn (41 km)
2. Von Kressbronn nach Altenrhein (50 km)
3. Von Altenrhein nach Tägerwilen (43 km)
4. Von Tägerwilen nach Stetten über Meersburg (21 km)
Die Strecke, die in erster Linie für Rennradfahrer ausgelegt ist, verläuft sie nicht direkt am See und folgt damit nicht dem Bodensee-Radweg. Vielmehr nutzt sie separate, etwas oberhalb des Bodensees gelegene Radwege oder breite, von der Fahrbahn abgetrennte Radfahrspuren entlang der Landstraßen.
Es gibt keinen eigentlichen Start (man kann überrall in die Rundfahrt einsteigen) und da wir in Stetten - in unmittelbarer Nähe der Radstrecke - übernachten, können wir auch dort in die Rundfahrt einsteigen.
Und so beginnt unser Radmarathon-Abenteuer am Samstagmorgen um 6:30Uhr, kurz nach dem Sonnenaufgang.
Es ist keine Wolke am Himmel zu sehen, es herrschen angenehme Temperaturen und so soll es auch den ganzen Tag bleiben. Die Stimmung ist gut, die Morgennebel liegen noch über den Feldern und wir sind gespannt, was uns der Tag so alles bringt.
Sonnenaufgang
Es geht zunächst etwas bergab und wir kommen zügig voran. Zwischen Kluftern und Meckenbeuren wechseln sich kürzere Anstiege mit Abfahrten ab. Nach Tettnang folgt dann eine längere Abfahrtstrecke, die uns hinunter nach Kressbronn und zu unserer ersten Postenstelle führt.
Die Einfahrt zur ersten Kontrollstelle
Nachdem wir uns an der Versorgungsstelle etwas gestärkt haben, beginnt dann der zweite Abschnitt der Tour. Es folgen nun mehrere Anstiege und erst an der deutsch-österreichischen Grenze bei Hohenweiler haben wir den höchsten Punkt erreicht. Jetzt führt die Strecke durch mehrere kleinen Ortschaften hindurch an der L1 entlang ständig bergab nach Bregenz.
Der Bodensee bei Bregenz
Die Fahrstrecke durch Bregenz verläuft nicht am See entlang und so können wir leider auch keinen Blick auf die Seebühne werfen. Nachdem wir die Stadt mit dem entsprechenden Verkehr verlassen haben, führt uns die Tour zum Rhein und weiter zur schweizerischen Grenze.
Eine kleine Rheinbrücke
Die österreichisch/schweizerische Grenze
Kurz hinter der Grenzanlage erreichen wir hinter dem Segelflughafen mit der Postenstelle „Altenrhein“ unsere zweite Verpflegungsstation. Dort machen wir eine etwas längere Rast, kosten die leckere Bratwurst und füllen unsere Getränkereserven mit dem angebotenen Eistee auf.
Dann geht es wieder aufs Rad und zunächst führt uns die Fahrstecke ein kurzes Stück am Ufer des Bodensees entlang. Wir machen an einer schönen Stelle Rast und genießen die Aussicht auf den See.
Blick von der Schweiz zurück nach Deutschland
Eine kleine Verschnaufpause
Nachdem wir die letzte größere Steigungsstrecke in Arbon überwunden haben, geht es an der Landstraße 13 entlang jetzt zügig voran. Nach Romanshorn durchqueren wir zahlreiche Ortschaften, die dem Ufer des Sees recht nahe liegen und erst in Kreuzlingen verlassen wir den Bodensee.
Nochmals einen schönen Blick auf den See
In Tägerwilen kommen wir dann zur nächsten "Postenstation". Hier machen wir allerdings nur eine kleine Pause, denn nach Konstanz und zur dortigen Autofähre ist es nun nicht mehr weit.
Nach der (verlassenen) Grenzanlage überqueren wir den Zufluss zum Untersee und fahren auf direktem Weg zum Fähranleger. Dort warten schon zahlreiche Teilnehmer und wir haben Glück und können direkt ohne längere Wartezeit auf die Fähre fahren.
Die Fähre von Konstanz nach Meersburg
Die Pause auf der Fähre tut gut, denn wir wissen, dass uns nach der Ankunft auf der anderen Seite des Sees in Meersburg ein letzter sehr steiler Anstieg bevorsteht. Erst nachdem wir diesen gemeistert haben, erreichen wir unsere vierte und letzte Kontrollstelle.
Wir sind am Ziel angekommen und werden hier auch entsprechend 'belohnt'.
Nach 155 km und mehr als 1000 Höhenmetern sind wir am Ziel angekommen.
Zielfoto
Die restlichen 5 Kilometer zum Hotel gehen wir dann ganz gemütlich an.
Es war eine schöne, besondere Tour, die uns bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Ein Prosit nach der getanen Arbeit!
Die Insel Mainau
Nach dem anstengenden Marathon-Tag, steht am nächsten Tag ein Besuch der wunderschönen 'Blumeninsel' Mainau auf dem Programm.
Hier einige Eindrücke dieser blumenreichen Insel:
Den Track zur Bodensee-Rundfahrt findest du hier: Bodensee-Radmarathon 2023